CDU und Aeroclub Arnsberg wollen Flugbetrieb im Alten Feld sichern

2. März 2018

In der letzten Sitzung des Bezirksausschusses Arnsberg hatte sich die Politik mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, dass der Aeroclub Arnsberg gemeinsam mit Vertretern der im Bezirksausschuss Arnsberg vertretenen Fraktionen und der Stadtverwaltung bis Mitte 2018 ein Konzept zur Vereinbarkeit von Flugbetrieb, Ruhrrevitalisierung und Anwohnerinteressen im Alten Feld erstellen soll.

„Wir wollen jetzt gemeinsam mit dem Aeroclub Arnsberg die Chance nutzen und das mittlerweile vorliegende Konzeptpapier der Segelflieger als Anlass nehmen Lösungen zu finden, die darauf abzielen, dass Vereins- und Flugbetrieb dauerhaft gesichert werden können. Anwohnerinteressen sollen dabei in Hinsicht auf potenzielle Lärmbelastungen berücksichtigt werden“, so Dirk Ufer, Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Arnsberg. „Wichtig ist hier, dass der Verein sich selbst eine Verordnung geben will, die zu einer Selbstbeschränkung führt, was die Anzahl der eigenstartfähigen Flugbewegungen insgesamt betrifft und auch die Geräuschemissionen verringern will“.

Jürgen Preuß, 1. Vorsitzender des Aeroclubs Arnsberg ergänzt: „Zumindest würden wir unseren Motorsegler gern wieder mit ausgeschaltetem Motor an der Winde starten dürfen. Der Motor könnte dann erst in großer Höhe gestartet werden. Dies würde uns wieder Möglichkeiten des Streckenflugs eröffnen und die Lärmemissionen würden so erheblich reduziert. Andere Motorflugzeuge dürfen Arnsberg noch unter dieser Höhe völlig legal überfliegen.“

Natürlich habe man dieses Konzeptpapier erst nach Ablauf der ursprünglich durch den Bezirksausschuss gesetzten Frist erhalten, so Dirk Ufer, aber man erkenne auch die Problematik der Vereinsmitglieder, welche Planungssicherheit für den Aufrechterhalt des Vereinslebens benötigen. Man wolle Lösungen finden. Die konzeptionelle Auflage eines CO2-neutralen Flugbetriebs habe die CDU nie gefordert. „Dies war eine Prämisse aus der Feder der Stadtverwaltung. Wenn der Aeroclub Arnsberg dies mittragen möchte, so unterstützen wird das. Allerdings werden wir nicht darauf bestehen, da die CO2-Emissionen einer Segelflugwinde im normalen Vereinsbetreib pro Jahr geringer ausfallen als die eines normal genutzten PKWs. Wir wollen ehrenamtliches Engagement in Vereinen nicht behindern, sondern fördern. Mit dem nun vorliegenden Konzeptpapier sehen wir gute Chancen, dass Segelflugbetrieb, Ruhrrevitalisierung und Anwohnerinteressen miteinander vereint werden können.“